
Asthma im Alter
Ältere Patienten mit Asthma werden grundsätzlich mit den gleichen Medikamenten behandelt wie andere erwachsene Asthmatiker. Lediglich bei Kindern und Jugendlichen unterscheidet sich die Asthmatherapie von der Behandlung Erwachsener. Die Dosierung der Medikamente orientiert sich auch bei älteren Patienten bei der Neueinstellung am Schweregrad und in der Folge am Grad der Asthmakontrolle.
Ältere Patienten leiden aber oft an weiteren Erkrankungen, so dass täglich mehrere Medikamente eingenommen bzw. inhaliert werden müssen. Für ältere Patienten können deshalb so genannte Kombinationspräparate, die zwei Wirkstoffe zur Behandlung des Asthmas enthalten, eine Erleichterung darstellen.
Mit zunehmendem Alter kann auch die richtige Anwendung des Inhalationssystems Probleme bereiten. Nicht selten verschlechtert sich die Fähigkeit kräftig einzuatmen, so dass es sinnvoll sein kann auf ein anderes Inhalationssystem umzusteigen, das unabhängig von einem kräftigen Atemzug funktioniert, wie z.B. ein Dosieraerosol. Über die korrekte Handhabung eines Dosieraerosols können Sie sich unter „Dosieraerosol“ auf dieser Website informieren. Dort können Sie sich anhand von Fotos der einzelnen Schritte und eines Videos über die richtige Inhalationstechnik informieren. Darüber hinaus ist es sinnvoll, die eigene Inhalationstechnik regelmäßig vom Arzt oder der Arzthelferin überprüfen zu lassen.
Eine zusätzliche Gefahr für ältere Asthmapatienten stellen Herbst und Winter dar. In der nasskalten Jahreszeit treten gehäuft Infektionen auf, die das Asthma verschlechtern können. Dabei stellt die Grippe (Influenza) für ältere Patienten eine besondere Gefahr dar. Eine rechtzeitige Grippeschutzimpfung im Oktober/November hilft, das Risiko schwerwiegender Komplikationen zu vermindern. Da sich die Grippeviren ständig verändern, muss die Grippeschutzimpfung mit einem entsprechend angepassten Impfstoff jedes Jahr wiederholt werden.
Älteren Patienten mit Atemwegserkrankungen wird darüber hinaus eine Pneumokokkenschutzimpfung empfohlen. Pneumokokken sind Bakterien, die häufig Atemwegserkrankungen verursachen. Die Pneumokokkenschutzimpfung muss alle fünf Jahre aufgefrischt werden.
Besprechen Sie die Möglichkeit infrage kommender Schutzimpfungen rechtzeitig vor Beginn der kalten Jahreszeit mit Ihrem Arzt.

